michaela niederkircher
not for sale. utopie 1 - 3

plakatprojekt von michaela niederkircher und christine s. prantauer
im rahmen der stadt_potenziale 08

1. - 31. juni 2009 an folgenden drei standorten:

innrain (höhe schöpfstraße)
südbahnstraße (höhe liebeneggstraße)
südring (kreuzung südbahnstraße)

not for sale. utopie 1-3

ist ein kunstprojekt im öffentlichen raum. auf 3 verschiedenen plakaten werden baulücken im stadtraum innsbrucks gezeigt, wo anstelle von neubauten möglichkeiten einer anderen nutzung dargestellt werden: leerräume, freiflächen, brachen, wiesen, kommunale gärten, schwimmteichs, schotterflächen...
raumfragen sind immer auch machtfragen und eng verknüpft mit den gesellschaftspolitischen verhältnissen. privatisierung und kommerzialisierung bestimmen den öffentlichen raum.
parallel mit zunehmender überwachung und sozialer ausgrenzung findet ein prozess der ästhetisierung und gestaltung kommerziell wichtiger stadtteile statt.innenstädte sind ( speziell in tourismusorten) in hohem ausmaß darauf ausgerichtet images zu generieren. es sind ökonomisierte, hochfunktionale, verdichtete räume, lukrativ für investoren.
leerräume, freiflächen, übergangszonen, disfunktionale orte..... entziehen sich einer schnellen verwertungslogik. die sozialpolitische bedeutung von frei- und grünflächen in städten ist seit langem bekannt. nicht behübschung und verschönerung sind gefragt, sondern die schaffung von offenen, nicht gestalteten räumen. statt einer klar definierten nutzung schlagen wir areale vor, wo – vielleicht auch nur temporär – etwas entstehen kann, dessen funktion und gestaltung nicht feststeht. diese diskussion anzuregen ist ziel der plakataktion.


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